© Wikimedia Commons

Giuseppe Verdi

Giuseppe Verdi (* 9. oder 10. Oktober 1813 in Le Roncole; † 27. Januar 1901 in Mailand) verbrachte eine Leben voller Höhen und Tiefen, in dessen Verlauf eine Reihe der wunderbarsten Opern entstanden, die bis heute zu den berühmtesten der musikalischen Welt gehören. Er wurde als Sohn eines Gastwirtes in ärmlichen Verhältnissen im italienischen Dorf Roncolo bei Parma geboren. Schon mit elf Jahren vertrat er den Dorf-Organisten, 1834 wurde Verdi Organist in Busseto. Dank eines Gönners, seinem zukünftigen Schwiegervater Antonio Barezzi, erhielt er die Möglichkeit einer guten Schulbildung, wie auch in Mailand Musik studieren zu können, wo er am Mailänder Konservatorium jedoch abgelehnt wurde. 1838 überrollten zwei Schicksalsschläge den Komponisten: Innerhalb eines Jahres starben sowohl sein Sohn als auch seine Tochter. Verdi stürzte sich in Arbeit und so wurde 1839 seine erste Oper an der Mailänder Scala aufgeführt: „Oberto, conte die St. Bonifacio“. Doch erst mit seiner zweiten Oper „Nabucco“ kam der Durchbruch. Es folgte eine Reihe von Opern, die in den folgenden Jahren ab 1839 bis in das Jahr 1891 entstanden. Sein Werk fand schon zu seiner Lebenszeit Anerkennung und er konnte den Erfolg seines Schaffens genießen.

Sonntag, 29.11.2020 11:00 Uhr Teatro Alighieri Ravenna, ravennafestival.live
Mittwoch, 02.12.2020 18:00 Uhr Theater Lüneburg

Verdi: Don Carlos (abgesagt)

Thomas Dorsch (Leitung)

Mittwoch, 02.12.2020 19:00 Uhr Bayerische Staatsoper, staatsoper.de
Mittwoch, 02.12.2020 20:00 Uhr Theater Lüneburg

Verdi: Don Carlos (abgesagt)

Thomas Dorsch (Leitung)

Freitag, 04.12.2020 19:30 Uhr Opernloft im Alten Fährterminal Altona Hamburg

Verdi: La traviata (konzertant) (abgesagt)

Freja Sandkamm (Violetta), Ljuban Zivanovic (Alfredo), Pauline Gonthier (Flora), Makiko Eguchi (Klavier)

Samstag, 05.12.2020 19:00 Uhr Bayerische Staatsoper
Samstag, 05.12.2020 19:00 Uhr Semperoper Dresden

Verdi: Attila (konzertant) (abgesagt)

Georg Zeppenfeld (Attila), Andrzej Dobber (Ezio), Saioa Hernández (Odabella), Tomislav Mužek (Foresto), Tilmann Rönnebeck (Leone), Jordi Bernàcer (Leitung)

Samstag, 05.12.2020 19:30 Uhr Opernloft im Alten Fährterminal Altona Hamburg

Verdi: La traviata (konzertant) (abgesagt)

Freja Sandkamm (Violetta), Ljuban Zivanovic (Alfredo), Pauline Gonthier (Flora), Makiko Eguchi (Klavier)

Sonntag, 06.12.2020 18:00 Uhr Kurhaus Bad Tölz

Armida Quartett (abgesagt)

quartettissimo!
Sonntag, 06.12.2020 18:00 Uhr Staatsoper Unter den Linden Berlin

Verdi: Rigoletto (abgesagt)

Piotr Buszewski (Herzog von Mantua), Luca Salsi (Rigoletto), Irina Lungu (Gilda), Grigory Shkarupa (Sparafucile), Elena Maximova (Maddalena), Natalia Skrycka (Giovanna), David Oštrek (Monterone), Karel Mark Chichon (Leitung), Barlett Sher (Regie)

TV-Tipp 1.3.: Verdi: Requiem

Zur Passionszeit

Am ersten Fastensonntag sendet der SWR eine Aufzeichnung von Verdis „Requiem“ aus dem Festspielhaus Baden-Baden mit Riccardo Muti und Elīna Garanča. weiter

Opern-Kritik: Gärtnerplatztheater – Rigoletto

Verbotenes Begehren

(München, 30.1.2020) Das Schockmoment von Verdis einst zensiertem Melodramma wird dank der Inszenierung von Herbert Föttinger, gefeierten Sängern und Dirigent Anthony Bramall packend erfahrbar. weiter

Opern-Kritik: Staatsoper Hamburg – Falstaff

Feministinnen wettern gegen die Fetten

(Hamburg, 19.1.2020) Regisseur Calixto Bieito blickt mit seiner „Falstaff“-Inszenierung in die Abgründe der modernen Gesellschaft. weiter

Radio-Tipp 1.11.: Live aus der Elbphilharmonie

Festkonzert

Zu Allerheiligen geben Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester Verdis Requiem. weiter

Opern-Kritik: Staatstheater Nürnberg – Don Carlos

Vitaler Pessimismus

(Nürnberg, 29.9.2019) GMD Joana Mallwitz und Intendant Jens-Daniel Herzog entfesseln Verdis Grand Opéra in Höchstgeschwindigkeit. weiter

Opern-Kritik: Bühnen Halle – Un Ballo In Maschera

Zwischen Staatskasper und Müllcontainer

(Halle, 28.9.2019) Eröffnungs-Verdi: Die Oper Halle beginnt die neue Spielzeit mit einem „Maskenball“, der zumindest musikalisch begeistert. weiter

TV-Tipp 31.8.: 3sat Salzburger Festspiele: Simon Boccanegra

Düsterer Verdi

Bei den Salzburger Festspielen steht in diesem Jahr eine Neuinszenierung von Verdis düsterer Oper „Simon Boccanegra“ mit René Pape auf dem Spielplan. weiter

Opern-Kritik: Salzburger Festspiele – Simon Boccanegra

Im Würgegriff der Vergangenheit

(Salzburg, 15.8.2018) Nicht zum Mitsummen, dafür ein Verdi zum Berührtwerden: Andreas Kriegenburg, Valery Gergiev und eine fürwahr festspielwürdige Sängerriege stehen im Premierenjubel. weiter

TV-Tipp 10.8. 3sat Bregenzer Festspiele – Verdi: Rigoletto

Buntes Treiben

3sat zeigt eine Aufzeichnung der Bregenzer Festspiele von Philipp Stölzls Neuinszenierung von Verdis „Rigoletto“. weiter

Opern-Kritik: Semperoper Dresden – Nabucco

Babylons König im Schatten

(Dresden, 5.6.2019) Domingo-Panne im sonst einhelligen „Nabucco“-Glück an der Semperoper. weiter

Rezension Jonas Kaufmann – Verdi: Otello

Persönlichkeitsstarker Otello

Jonas Kaufmann gestaltet die fordernde Titelpartie eindrucksvoll, sowohl in den gewaltigen Ausbrüchen als auch in den gefährlich leisen Tönen. weiter

Rezension Ivan Repušić – Verdi: I due Foscari

Seltener Verdi

Der musikalische Furor des jungen Verdi in „I due Foscari“ wird vom Münchner Rundfunkorchester unter Chefdirigent Ivan Repušić treffend umgesetzt. weiter

Rezension Ildar Abdrazakov – Verdi

Allseitige Inspiration

Yannick Nézet-Séguin treibt Ildar Abdrazakov zu einer Selbstprüfung, in der einer der weltweit führenden Bässe nochmals über sich hinauswächst. weiter

CD-Rezension Sonya Yoncheva – The Verdi Album

Kunst der Verwandlung

Liebe, Schmerz und herzzerreißende Klage: Sonya Yoncheva zeigt auf ihrem Verdi-Album eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit weiter

Verdi: Falstaff

(UA Mailand 1893) Schon 1880, sieben Jahre vor der Otello-Premiere, hatte Giuseppina Verdi ihrem Mann geschrieben: „In Deiner Kunst kannst Du – abgesehen von einer opera comique – nicht höher steigen.“ Nach Otello kümmerte sich Verdi erst einmal um das Krankenhaus für seine Bauern und die Casa di riposo –… weiter

Verdi: Otello

(UA Mailand 1887) Seit Jahren versuchten der Verleger Giulio Ricordi und Arrigo Boito, Komponist und Schriftsteller, über Giuseppina Verdi eine günstige Gelegenheit zu finden, um Verdi das „Schokoladenprojekt“ – dies war die geheime Chiffre für Otello – anzutragen. Nach einer von Verdi geleiteten Aufführung seines Requiems zugunsten der Opfer einer… weiter

Verdi: Aida

(UA Kairo 1871) Wenn die ersten Takte der Aida-Melodie in gedämpften Violinen erklingen, sehen wir ein Gesicht vor uns: zwei lang gezogene Augenbrauen – die eine stolz, die andere sanft, die Gegenbewegung wirkt wie ein gradliniger, tief atmender Nasenrücken, die Kadenz wie geschwungene Lippen – sinnlich und schmerzvoll bebend. Legenden… weiter

Verdi: Don Carlos

(UA Paris 1867) Als Gustav Gründgens am Schauspielhaus Hamburg Don Carlos von Friedrich Schiller inszenierte, spielte er selbst den König Philipp. Bei den Proben zu seinem nächtlichen Monolog saß er schweigend am Tisch, die Kerzen waren niedergebrannt, und er lauschte – lauschte dem langen, melancholischen Vorspiel zur Arie des Filippo… weiter

Verdi: La forza del destino

(UA Petersburg 1862) Drei heftige Schläge – Stille, wieder drei Schläge, dann nimmt das Schicksal unerbittlich seinen Lauf – so beginnt die dramatische Ouvertüre. Mit demselben Motiv (pianissimo) beginnt die erste Szene der Oper. Leonora di Vargas und Alvaro, ein Inka, wollen fliehen, weil ihre Familie ihn ablehnt. Von ihrem… weiter

Verdi: Un ballo in maschera

(UA Rom 1859) Dass die Zensurbehörde im Königreich Neapel – nach dem Attentat auf Ferdinand II. von 1856 – eine Oper mit einem Königsmord ablehnte, war klar, auch wenn deren Handlung im fernen Schweden und 1792 spielt. Verdi ließ sich gerichtlich bestätigen, dass die erforderlichen Änderungen sein Werk entstellten. Er… weiter

Verdi: La traviata

(UA Venedig 1853) Betroffen saßen Verdi und Giuseppina Strepponi im Pariser Vaudeville-Theater und sahen „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas – was sich auf der Bühne abspielte, war nicht nur ein moderner Stoff, sie erlebten es gerade selbst: Antonio Barezzi, der Vater von Verdis früh verstorbener Frau Margherita, den er sehr… weiter

Verdi: Il trovatore

(UA Rom 1853) Die Mutter der Zigeunerin Azucena war verbrannt worden, weil sie angeblich einen der beiden kleinen Söhne des vorigen Grafen Luna behext hatte. Aus Rache raubte Azucena den anderen kleinen Sohn, warf aber in ihrem Fanatismus versehentlich ihr eigenes Söhnchen ins Feuer. Sie zog den geraubten kleinen Jungen… weiter

Verdi: Rigoletto

(UA Venedig 1851) „Situazioni potentissimi!“, rief Verdi begeistert – „kraftvolle Situationen!“ Es schreckte ihn nicht ab, dass das Versdrama „Le roi s’amuse“ von Victor Hugo gleich nach der Premiere in Frankreich verboten worden war – dafür bekam er es nun mit der österreichischen Zensur zu tun: Ein lüsterner Herzog, der… weiter

Verdi: Macbeth

(UA Florenz 1847) Die Dramen von Shakespeare und Schiller bedeuteten für Verdi eine große Herausforderung. Er ließ es nicht zu, dass seine Librettisten diese auf ihre äußere Handlung reduzierten, er wollte mit seiner Kunst dem sprachlichen und dramatischen Rang der Vorlagen ebenbürtig sein. Die Musik zu Macbeth ist vom ersten… weiter