RIAS Kammerchor in Berlin

Sechs Chöre lobpreisen Salzburg an der Spree

Der RIAS Kammerchor lässt Bibers „Missa Salisburgensis“ im Berliner Dom erstrahlen.

© Matthias Heyde

RIAS Kammerchor

RIAS Kammerchor

Für die Salzburger und ihre Stadt stand 1682 ein ganz besonderes Ereignis an: das 1100-jährige Bestehen des Bistums Salzburg. Zur Feier des Tages versammelten sich die Bürger im Dom und begingen das Jubiläum mit einer eigens für diesen Anlass komponierten Messe. Die „Missa Salisburgensis“ für 53 Stimmen sprengte mit ihrer Besetzung von rund einhundert Sängern und Instrumentalisten die damaligen Verhältnisse und stellte schon dadurch eine Besonderheit dar. In die Aufführung wurde auch die Architektur des Doms einbezogen: Die Sänger und das Orchester wurden in verschiedene Chöre unter- und auf den Emporen verteilt.

Allein die Frage, wer der Komponist hinter dem Werk ist, ist bis heute nicht sicher geklärt. Die Originalhandschrift ging verloren, und so vermutete man lange, dass es aus der Feder des italienischen Komponisten Orazio Benevoli stammt. Später ordnete man es dem Salzburger Hofkapellmeister Andreas Hofer zu. Seit 1975 aber gilt der Komponist Heinrich Ignaz Franz Biber als Urheber der Messe. 1644 in Böhmen geboren, wirkte Biber seit seinem 26. Lebensjahr zunächst als Geiger am Hof des Erzbischofs von Salzburg, später als Kapellmeister und direkter Nachfolger Hofers.

Bringt ein Stück Salzburg nach Berlin: der RIAS Kammerchor

Unter dem Titel „Salzburg an der Spree“ bringen der RIAS Kammerchor und die Akademie für Alte Musik Berlin (Akamus) Bibers „Missa Salisburgensis“ in der ersten Juli-Woche in die deutsche Hauptstadt. Den Chor und das Ensemble verbindet seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das Konzert findet im Berliner Dom statt, der architektonisch mit seinen vielen Emporen jenem in Salzburg ähnelt. Wie im Uraufführungsjahr 1682 werden die Sänger in zwei Chöre und das Ochester in vier In­strumentalgruppen aufgeteilt und auf den verschiedenen Emporen des Doms platziert. Zwischen den einzelnen Sätzen der Messe erklingen Gregorianik sowie Kompositionen zweier Zeitgenossen Bibers: Georg Muffat und Johann Stadlmayr.

Die Leitung übernimmt der Brite Justin Doyle, der seit der Saison 2017/18 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des RIAS Kammerchors ist und selbst als Chorknabe in der Londoner Westminster Cathedral sang sowie Choral Scholar am King’s College in Cambridge war.

Termine

Montag, 29.11.2021 19:30 Uhr Die Glocke Bremen

Zum 90. Geburtstag von Sofai Gubaidulina

Leonard Elschenbroich (Violoncello), Michael Wellacher & Daniel Eichholz (Percussion), RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung)

Donnerstag, 23.12.2021 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten I–III

Akademie für Alte Musik Berlin, RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung)

Donnerstag, 20.01.2022 20:00 Uhr Theater im Delphi Berlin

gamut inc/Marion Wörle/Maciej Sledziecki: Rossums Universal Robots (UA)

Gina May Walter & Georg A. Bochow (Gesang), RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung), gamut inc, Marion Wörle & Maciej Sledziecki (Regie), Ruben Reniers (Tanz & Choreografie), Patric Schott (Performance)

Freitag, 21.01.2022 16:00 Uhr Theater im Delphi Berlin

gamut inc/Marion Wörle/Maciej Sledziecki: Rossums Universal Robots

Gina May Walter & Georg A. Bochow (Gesang), RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung), gamut inc, Marion Wörle & Maciej Sledziecki (Regie), Ruben Reniers (Tanz & Choreografie), Patric Schott (Performance)

Freitag, 21.01.2022 20:00 Uhr Theater im Delphi Berlin

gamut inc/Marion Wörle/Maciej Sledziecki: Rossums Universal Robots

Gina May Walter & Georg A. Bochow (Gesang), RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung), gamut inc, Marion Wörle & Maciej Sledziecki (Regie), Ruben Reniers (Tanz & Choreografie), Patric Schott (Performance)

Samstag, 22.01.2022 20:00 Uhr Theater im Delphi Berlin

gamut inc/Marion Wörle/Maciej Sledziecki: Rossums Universal Robots

Gina May Walter & Georg A. Bochow (Gesang), RIAS Kammerchor, Justin Doyle (Leitung), gamut inc, Marion Wörle & Maciej Sledziecki (Regie), Ruben Reniers (Tanz & Choreografie), Patric Schott (Performance)

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