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Yulianna Avdeeva trifft auf das Belcea Quartet

Hommage mit geistiger Tiefe

Mit neoklassizistischen und zugleich tiefgründigen Werken begegnet Pianistin Yulianna Avdeeva in Hamburg und Berlin dem Belcea Quartet.

vonPatrick Erb,

Nicht nur der Pazifismus verband Benjamin Britten und Dmitri Schostakowitsch, auch die produktive Auseinandersetzung mit alten Meistern einte sie. Britten blickt im Finale seines zweiten Streichquartetts, einer mit zwanzig Minuten Aufführungsdauer groß angelegten Chaconne, ehrfürchtig auf Henry Purcell zurück. Schostakowitsch wiederum setzt mit seinen „24 Präludien und Fugen“ op. 87 Johann Sebastian Bach ein klingendes Denkmal: Aus strenger Form erwächst hier zutiefst persönlicher Ausdruck – und einer der besten Zyklen der Moderne. Wie bei Brittens Quartett fällt auch die Uraufführung von Mieczysław Weinbergs Klavierquintett ins Jahr 1945. Das Werk, zwischen Hoffnung und Bedrohung schwankend, spiegelt die existenzielle Erschütterung jener Zeit. Das Belcea Quartet, seit jeher für seine klangliche Intensität und strukturelle Klarheit gerühmt, holt sich für Weinbergs vielschichtiges Quintett die Pianistin Yulianna Avdeeva an seine Seite. Die russische Pianistin ist eine ebenso analytische wie leidenschaftliche Interpretin und bestens vertraut mit Werken eindringlicher Tiefe. Das Quintett gastiert nun mit diesem besonderen Programm in der Hamburger Laeiszhalle sowie dem Pierre Boulez Saal in Berlin.

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