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CD-Rezension Cornelius Meister – Weinberg und Kabalewski

Produktive Gegensätze

Das aktuelle CD-Projekt von Cornelius Meister und dem ORF Radio-Symphonieorchester vereint zwei Komponistenpersönlichkeiten

vonAndreas Falentin,

Cornelius Meister und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien haben sich auf dem CD-Markt auf sehr hohem Niveau als Spezialisten für Ungewöhnliches etabliert, zuletzt mit Aufnahmen von Dvořáks „Geisterbraut“ oder Martinůs Sinfonien. Ihr aktuelles CD-Projekt vereint mit Stalins Erfüllungsgehilfen Kabalewski und dem damals geradezu totgeschwiegenen Weinberg zwei scheinbar unvereinbare Komponistenpersönlichkeiten. Und doch funktioniert diese Aufnahme. Sie zeigt mit herausragenden Solisten und einfühlsamem Orchesterspiel die erstaunliche Bandbreite russischer Nachkriegsmusik. Benjamin Schmid zeigt sich mit geradezu störrischer Introvertiertheit und fast magischer Eleganz als idealer Interpret des Weinberg-Konzertes, Claire Huangci hat die Virtuosität und Leichtigkeit für die Schubert-Paraphrase von Kabalewski, und Harriet Krijgh spielt dessen Cellokonzert mit viel Enthusiasmus und bildschönem Ton.

Weinberg & Kabalewski
Weinberg: Violinkonzert op. 67
Kabalewski: Klavierfantasie f-Moll (nach Schuberts D 940) & Cellokonzert Nr. 1 g-Moll op. 49

Benjamin Schmid (Violine), Claire Huangci (Klavier), Harriet Krijgh (Cello), ORF Radio-Symphonieorchester, Cornelius Meister (Leitung)
Capriccio

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