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Rezension Diana Damrau – Operette. Wien, Berlin, Paris

Wandlungsfähig

Bei ihrem Ausflug in die Operette glänzt Sopranistin Diana Damrau, begleitet vom Münchner Rundfunkorchester, als lernwillige Teamplayerin.

vonRoland H. Dippel,

Mit einer Ausnahme hält sie es bei ihrem Operetten-Ausflug mehr mit Champagner als mit Csardas, schwärmt sie zwischen Paris und Berlin mit pikanten Seufzern vor allem Richtung Wien. Nachhilfe in Sachen Leichtigkeit benötigt die sich in kleinen Schritten vom hohen Koloraturfach zu großen lyrischen Partien davonschleichende Diana Damrau dafür nicht. Bei diesem Streifzug glänzt sie als lernwillige Teamplayerin, die Nachweise ihres Operetten-Studiums mit leichtfertigen bis ausgelassenen Tönen erbringt. Wandlungsfähig erweisen sich hier die wirkungsvollen bekannteren Nummern, bei denen die zentrale Diva und ihre zwei Sopran-Kolleginnen weitaus mehr Lockvogel-Qualitäten haben als der Tenor. Das Münchner Rundfunkorchester brilliert hier unter dem Spezialisten Ernst Theis erneut als metropolitane und multinationale Operettenexperten-Garde. Am wohlsten fühlt sich Diana Damrau hörbar bei Franz Lehár.

Diana Damrau
Diana Damrau

Operette. Wien, Berlin, Paris
Werke von Stolz, Lincke, Korngold, Kalman, Millöcker, Heuberger, J. Strauss, Messager, Lehár, Abraham u. a.

Diana Damrau & Elke Kottmair (Sopran), Emily Sierra (Mezzosopran), Jonas Kaufmann (Tenor), Münchner Rundfunkorchester, Ernst Theis (Leitung)
Warner Classics

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