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Rezension Martin Stadtfeld – Baroque Colours

Besinnlich

Mit melancholisch dezentem Spiel und betont warmem Klavierklang spannt Martin Stadtfeld das Spektrum barocker Wohlfühlmusik weit.

vonFrank Armbruster,

Musik des Barock hat sich Martin Stadtfeld für seine neue Einspielung ausgesucht und das Spektrum weit gespannt: zwar findet man darauf bekannte Stücke wie Pachelbels Kanon, Sätze aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ oder Bachs C-Dur-Präludium aus dem ersten Band des Wohltemperierten Klaviers, interessant sind aber auch die Pièces von Komponisten wie Johann Kuhnau oder Baldassare Galuppi. Welch flinkfingriger Virtuose Stadtfeld ist, zeigt er an Stücken wie dem Allegro von Händels b-Moll Sonate HWV 434, dennoch ist der Duktus der meisten Stücke, seine eigenen Improvisationen eingeschlossen, eher besinnlich zu nennen. Vielleicht sollte man diese Doppel-CD aber auch weniger unter rein künstlerischen Aspekten bewerten als vielmehr ihren Zweck berücksichtigen – als Wohlfühlmusik, gerne auch im Hintergrund gehört, hat Stadtfelds melancholisch dezentes Spiel einiges für sich. Der betont warm aufgenommene Steinway trägt zu diesem Eindruck bei.

Martin Stadtfeld
Martin Stadtfeld

Baroque Colours
Werke von J. S. Bach, Couperin, Scarlatti, Händel, Rameau, Purcell, Vivaldi u. a.

Martin Stadtfeld (Klavier)
Sony Classical

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