Startseite » Vermischtes » Die gezwungen wurden zu fliehen

Abschlusskonzert „Tage des Exils“

Die gezwungen wurden zu fliehen

Die „Tage des Exils“ in Berlin schließen mit Schönberg und Schostakowitsch.

vonAndré Sperber,

Schönberg, Hindemith, Weill, Weinberg – die Liste der Komponisten, Kunst- und Musikschaffenden, die von den Nationalsozialisten verfolgt oder ins Exil gezwungen wurden, ist lang. Was dieser schwere Schicksalsschlag, dieses „Ins-Exil-gehen-Müssen“ eigentlich bedeutet, darüber soll das neue, derzeit in Gründung befindliche Exilmuseum aufklären, das planmäßig ab 2028 das Antlitz und Gedächtnis der Stadt Berlin erweitern und bereichern soll. Der architektonisch spektakuläre Bau soll neben der Portalruine des alten Anhalter Bahnhofs in Kreuzberg entstehen.

Zudem fand dieses Jahr erstmals die thematische Veranstaltungsreihe der Berliner „Tage des Exils“ statt, deren Abschluss ein großes Benefizkonzert in der Deutschen Oper bildet. Hier am Haus wurden 1933 die Dirigenten Fritz Stiedry, Paul Breisach und Kurt Sanderling entlassen und ins Exil gezwungen. Das Konzert soll ihrer Gedenken, die Einnahmen fließen in die Errichtung des Museums. Zwischen den biografisch zusammenhängenden Werken von Schreker, Schönberg und Schostakowitsch liest Schauspielerin Margarita Broich aus persönlichen Dokumenten.

Termine

Auch interessant

Rezensionen

  • „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
    Interview Joshua Bell

    „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“

    Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.

Anzeige

Audio der Woche

Gabriel Meyer präsentiert „Before I Knew“

Der Zürcher Pianist Gabriel Meyer veröffentlichte am 19. Dezember 2025 seine zweite Single „Before I Knew“. Das Stück setzt den mit dem Debüt begonnenen Weg fort und ist Teil des Albums „Remember“, das im Mai 2026 erscheint.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!