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Carolin Widmann & Robert-Schumann-Philharmonie in Chemnitz

Genial oder wahnsinnig?

Mit Carolin Widmann als Solistin trifft Benjamin Brittens Violinkonzert in Chemnitz auf Hans Rotts erste Sinfonie.

vonChristian Schmidt,

Der Name Widmann hat in der Musikwelt einen großen Klang, schließlich trägt ihn nicht nur der Klarinettist und Komponist Jörg, sondern auch seine Schwester Carolin, die seit Jahrzehnten unverbraucht für gute Musik ficht – sei es alte oder neue. Mit der Robert-Schumann-Philharmonie spielt die Leipziger Geigenprofessorin eines der erschütterndsten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts: Benjamin Brittens Solowerk, geschrieben 1939 kurz nach der Flucht des erklärten Pazifisten nach Amerika, gehört längst zu den Klassikern des Repertoires. Dies kann man vom Werk des an der Grenze von Genialität und Wahnsinn changierenden Österreichers Hans Rott nicht behaupten. Von Selbstzweifeln und psychischen Probleme gequält, wurde der spätromantisch beeinflusste Komponist nur 25 Jahre alt. Mit 20 schuf er seinen sinfonischen Erstling und wurde von Gustav Mahler prompt als „Begründer der neuen Symphonie“ hochgelobt. Erst 1989 wurde das Werk wiederentdeckt und erobert sich nur mühsam die Konzertpodien.

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