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Münchner Philharmoniker spielen Friedensmusiken

Ein Konzert gegen den Krieg und für den Frieden

Alain Altinoglu blickt auf französische Werke, die während und zwischen den beiden Weltkriege entstanden sind.

vonRedaktion,

Die Münchner Philharmoniker befassen sich in ihrem Konzert am 17. und 18. April mit den Schrecken des Krieges respektive der Hoffnung auf Frieden. Mit „Le Tombeau de Couperin“, dem Eingangsstück des Abends, wollte Maurice Ravel eigentlich ein Werk voller Nationalstolz kreieren, denn es sollte die französische Musik ehren. Doch der Erste Weltkrieg machte Ravel eine solche Konzeption unmöglich, und so widmete er jeden einzelnen Satz einem gefallenen Freund. Uraufgeführt wurde die Komposition, die Ravel ursprünglich als Suite für Klavier schrieb und von der er erst später eine Orchesterfassung folgen ließ, bereits zu Friedenszeiten, nämlich 1919.

Als einen Akt des Glaubens und der Zuversicht wiederum verstand Francis Poulenc seinen A-cappella-Zyklus „Figure humaine“, den er aus Texten seines Lieblingsdichters Paul Éluard zusammenstellte. 1943 komponiert, sollte die Uraufführung erst in der Zeit nach der deutschen Besatzung stattfinden. Für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg komponierte auch Frank Martin sein „In terra pax“, das Schlussstück des Abends. Das Oratorium hat Trauer und Angst, aber auch Erleichterung und Freude zum Sujet. Uraufgeführt wurde es am 7. Mai 1945. In der Nacht zuvor unterzeichnete die deutsche Wehrmachtsführung in Reims ihre bedingungslose Kapitulation. Die Leitung des französischen Abends übernimmt Alain Altinoglu.

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