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Lionel Sow und Balthasar-Neumann-Ensemble in der Elbphilharmonie

Tanz und Hoffnung

Der französische Chorleiter Lionel Sow und das Balthasar-Neumann-Ensemble loten beim Internationalen Musikfest Hamburg die Vergänglichkeit aus.

vonSusanne Bánhidai,

Zum Tod gehört in der christlichen Bilderwelt immer auch die Hoffnung, sei es auf die Auferstehung oder zumindest auf Trost. So hat der Balthasar-Neumann-Chor sein Konzert „Totentanz und Hoffnungsschein“ genannt und passend zum Motto des Internationalen Musikfest Hamburg „Ende“ zusammengestellt. Seit einiger Zeit bereichert Lionel Sow mit seiner eigenen künstlerischen Handschrift das Ensemble. Der französische Chorleiter wirkt in Frankreich und Polen als künstlerischer Direktor und war zuvor Kantor an der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Sow, selbst ausgebildeter Geiger und Sänger, hat ein umfangreiches Werk Hugo Distlers ins Zentrum des Programms gestellt. „Totentanz“ für Chor, Flöte und Sprecher wurde vom berühmten mittelalterlichen Bilderzyklus in der Lübecker Marienkirche inspiriert, wo Distler selbst als Organist wirkte. Der personifizierte Tod trifft hier als makaberer Tanzpartner auf zwölf Menschen vom Bauern bis zum König. Umrahmt wird das Werk von Kompositionen aus drei Jahrhunderten, von Johann Sebastian Bach über Max Reger bis hin zu Thierry Escaich. Als Sprecher konnte Joachim Król gewonnen werden, für die Orgelwerke Iveta Apkalna, die Titularorganistin der Elbphilharmonie.

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