Zum Tod gehört in der christlichen Bilderwelt immer auch die Hoffnung, sei es auf die Auferstehung oder zumindest auf Trost. So hat der Balthasar-Neumann-Chor sein Konzert „Totentanz und Hoffnungsschein“ genannt und passend zum Motto des Internationalen Musikfest Hamburg „Ende“ zusammengestellt. Seit einiger Zeit bereichert Lionel Sow mit seiner eigenen künstlerischen Handschrift das Ensemble. Der französische Chorleiter wirkt in Frankreich und Polen als künstlerischer Direktor und war zuvor Kantor an der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Sow, selbst ausgebildeter Geiger und Sänger, hat ein umfangreiches Werk Hugo Distlers ins Zentrum des Programms gestellt. „Totentanz“ für Chor, Flöte und Sprecher wurde vom berühmten mittelalterlichen Bilderzyklus in der Lübecker Marienkirche inspiriert, wo Distler selbst als Organist wirkte. Der personifizierte Tod trifft hier als makaberer Tanzpartner auf zwölf Menschen vom Bauern bis zum König. Umrahmt wird das Werk von Kompositionen aus drei Jahrhunderten, von Johann Sebastian Bach über Max Reger bis hin zu Thierry Escaich. Als Sprecher konnte Joachim Król gewonnen werden, für die Orgelwerke Iveta Apkalna, die Titularorganistin der Elbphilharmonie.
Lionel Sow und Balthasar-Neumann-Ensemble in der Elbphilharmonie
Tanz und Hoffnung
Der französische Chorleiter Lionel Sow und das Balthasar-Neumann-Ensemble loten beim Internationalen Musikfest Hamburg die Vergänglichkeit aus.
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Das Orgelspiel und Bach würde man wohl kaum mit Glitzersandalen in Verbindung bringen – gäbe es da nicht die lettische Organistin Iveta Apkalna. Nicht erst nach ihrer Auszeichnung als „Instrumentalistin des Jahres” beim ECHO Klassik 2005, doch erst recht seit ihrer Ernennung…
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Der Balthasar-Neumann-Chor ist ein auf historische Aufführungspraxis spezialisiertes Vokalensemble. Gegründet wurde der Chor im Jahr 1991 von dem Dirigenten Thomas Hengelbrock in Freiburg im Breisgau. Seit seiner Gründung steht die Maxime, Werke und Aufführungsbedingung in Einklang zu bringen, im Zentrum der Ensemblearbeit.…
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Internationales Musikfest Hamburg
1. Mai – 3. Juni 2026Vielfältiges Programm und hochkarätige Gäste: Seit 2018 sorgt das Internationale Musikfest Hamburg jährlich zum Ende der Saison für den abschließenden… Weiter
Termine
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Konzert
Michael Schmidt-Casdorff, Iveta Apkalna, Veith Kloeters, Balthasar-Neumann-Chor und -Solisten, Lionel Sow, Joachim Król
Internationales Musikfest Hamburg
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Konzert
Iveta Apkalna, State Choir Latvija, Maris Sirmais
Rogg: La cité céleste, Byrd: Ave verum corpus, Britten: Te Deum C-Dur, Dubra: Herr, bleib bei uns!, Vasks: Dona nobis pacem, J. S. Bach: Fantasie G-Dur BWV 572, Cameron/Elgar: Lux aeterna, Purcell/Sandström: Hear my prayer, O Lord, Escaich: Évocation II & Trois motets, Gardiner: Evening hymn
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Konzert
Iveta Apkalna
Werke von J. S. Bach, Vasks & Pärt
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Konzert
Sacre Chor
Penny Sofroniadou (Sopran), Hubert Zapiór (Bariton), Iveta Apkalna (Orgel), Chorsolisten & Orchester der Komischen Oper Berlin, David Cavelius (Leitung)
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Konzert
Orgel trifft Streichquartett
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
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Termintipp
Di., 11. August 2026 20:00 Uhr
Stiftskirche St. Peter, SalzburgMusik in Kirchen
Mozart: Missa c-Moll KV 427
Salzburger Festspiele
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Termintipp
Mi., 12. August 2026 20:00 Uhr
Stiftskirche St. Peter, SalzburgMusik in Kirchen
Mozart: Missa c-Moll KV 427
Salzburger Festspiele
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Konzert
Iveta Apkalna, WDR Sinfonieorchester, Marie Jacquot, Jan Malte Andresen
Wagner: Ouvertüre zu „Tannhäuser“, Saint-Saëns: Orgelsinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78
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Konzertreihe mit Thomas Hengelbrock in Hamburg
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Rezensionen
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Rezension Iveta Apkalna – Werke von Pärt & Vasks
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Rezension Iveta Apkalna – Oceanic
Rauschend
Mit Orgelkonzerten zweier Zeitgenossen spüren Iveta Apkalna und Dirigent Andris Poga den Klangmassen der Weltmeere nach.
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