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Elbphilharmonie: Schwerpunkt zu Helmut Lachenmanns 90. Geburtstag

Radikal neugierig

In Hamburg verneigen sich Weggefährten von Helmut Lachenmann mit einer Werkschau vor dem wichtigen Gegenwartskomponisten.

vonRedaktion,

Helmut Lachen­mann, Komponist und Abenteurer der zeitgenössischen Musik, feiert in diesem Monat seinen neunzigsten Geburtstag. Wie kein anderer prägte der gebürtige Stuttgarter mit Entdeckergeist und Experimentierfreude die Neue Musik. In der Elbphilharmonie würdigen prominente Weggefährten den Jubilar mit einer Werkschau. Das französische Quatuor Diotima und das befreundete, in Hamburg ansässige Ensemble Resonanz präsentieren Lachenmanns gesammelten Werke für Streichquartett – eine Besetzung, die der Altmeister als „gut, alt, ehrwürdig und traditionsbeladen“ bezeichnet. Das klingt mal waghalsig, mal rauschend, mal gepresst. Das Ensemble Modern und Neue Musik-Spezialist Sylvain Cambreling nehmen sich hingegen dem Ensemblestück „Concertini“ an. Eine Traumbesetzung, hoben die Frankfurter das Werk doch 2005 aus der Taufe. Auch das SWR Symphonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten François-Xavier Roth bringt ein Ständchen dar: In „Ausklang“ deutete Lachenmann das Klangspektrum des Klaviers radikal neu aus. Bereits 2020 näherte sich Regisseurin Wiebke Pöpel dem Komponisten in ihrem Film „My Way“.  In Kooperation mit der Elbphilharmonie ist das Porträt am 23. und 30. November in den Zeise Kinos zu sehen.

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