Klavier-Festival Ruhr 2021

In den Startlöchern

Nach der laufenden Streaming-Reihe startet das Klavier-Festival Ruhr ab dem 20. Juni mit hochkarätigen Livekonzerten in den Sommer.

© Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund, Konzertsaal

Konzerthaus Dortmund, Konzertsaal

Nun soll es also doch losgehen. Nachdem die Corona-Inzidenzwerte auf breiter Front sinken, ist man beim Klavier-Festival Ruhr zuversichtlich: Ab dem 20. Juni 2021, so kündigte es Intendant Franz Xaver Ohnesorg an, soll es in den Konzerthäusern der Region wieder Live-Konzerte mit Publikum geben. Eröffnet wurde das Festival zwar schon am 28. Mai mit einem Livestream aus der Philharmonie Essen mit Anna Vinnitskaya, dem weitere Streaming-Konzerte folgen mit Künstlern wie Lorenzo Soulès, Joseph Moog oder dem Gewinner des Chopin-Wettbewerbs 2015, Seong-Jin Cho. Alle vier Konzerte sind kostenlos im Stream zu empfangen und auch nach der Erstausstrahlung noch für mehrere Tage verfügbar.

Hochkarätige Livekonzerte

Ab dem 20. Juni aber ist dann endlich auch das Publikum dabei. Evgeny Kissin bestreitet das erste Livekonzert im Dortmunder Konzerthaus, u.a. mit Werken von Chopin und Gershwin. Dem folgen in einer ersten Staffel bis zum 16. Juli weitere zwölf Konzerte mit Größen wie Elisabeth Leonskaja, Gabriela Montero, Igor Levit, Leif Ove Andsnes, Maria João Pires, Grigory Sokolov, Gvantsa und Khatia Buniatishvili, Arcadi Volodos und Hélène Grimaud.

Wer dafür Karten erwerben möchte, muss sich allerdings noch etwas gedulden, denn wie viele Zuhörer pro Konzert erlaubt sind, hängt von den Saalplänen ab – und die müssen gemäß den aktuellen Coronaregeln erst noch individuell erstellt werden. Immerhin kann man seine Kartenwünsche über die „Warteliste“-Funktion auf der Webseite des Festivals schon mal vormerken lassen. Sobald dann die Besucherkapazitäten feststehen, beginnt der Verkauf für das jeweilige Konzert und die auf der Warteliste eingetragenen Interessenten erhalten eine Benachrichtigung per Email. Sollten danach noch Eintrittskarten zur Verfügung stehen, gehen diese in den allgemeinen Verkauf.

Zweite Konzert-Staffel ist für den Herbst in Planung

Dabei ist schon jetzt klar, dass es ohne Corona-Schutzmaßnahmen nicht gehen wird. Sämtliche Konzerte werden ohne Pause stattfinden, aller Voraussicht nach werden Besucher medizinische Masken tragen und einen Impfnachweis bzw. einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Dabei ermöglicht es das neue Online-Ticketsystem des Festivals jedem Käufer, die verpflichtende Personalisierung schon beim Online-Kauf selbst vorzunehmen.

Zum Glück hat man beim Klavier-Festival Ruhr ja schon Erfahrung mit Konzerten unter Pandemiebedingungen, denn schon im letzten Jahr musste praktisch das komplette Programm umstrukturiert werden. Auch damals wurden eilig Termine verlegt und Saalpläne neu geschrieben, am Ende konnten so immerhin 53 Konzerte, davon 41 ausverkauft, durchgeführt werden.
Und auch eine zweite Konzert-Staffel ist für den Herbst schon in Planung. Für September und Oktober 2021 soll dabei u.a. der große Alfred Brendel mit einer Reihe von Konzerten nachträglich zu seinem 90. Geburtstag geehrt werden. Jetzt muss nur noch das Virus mitspielen.

Klavier-Festival Ruhr. Das rollende Markenzeichen, der rote Flügel

Klavier-Festival Ruhr

03. September bis 16. November 2021

Das Klavier-Festival Ruhr veranstaltet jeden Sommer rund 80 Konzerte in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets. Seit 2005 ist Franz Xaver Ohnesorg Intendant des Festivals. weiter

Auch interessant

Opern-Kritik: Ruhrtriennale – D · I · E

Mitten im Hurrikan der Künste

(Duisburg, 2.9.2021) Die Uraufführung „D • I • E“ gipfelt in einem Gesamtkunstwerk der experimentell heterogenen Art, Dirigent Titus Engel hält dazu genialisch die Fäden zusammen. weiter

OPERN-KRITIK: Deutsche Oper am Rhein – Romeo und Julia

Der Tod ist die Meisterin

(Duisburg, 17.4.2021) Boris Blacher beweist, wie man für Shakespeares legendäres Liebespaar an Charles Gounod vorbeikomponieren kann – ganz ohne Brokat, Gold und Renaissance-Plüsch. weiter

Duisburg: de-symphonic – a symphonic sound­scape

Als flöge die Sinfonie nach einer Explosion auseinander

Die Open-Air-Klanginstallation „de-symphonic“ dekonstruiert Beethovens „Pastorale“, die an zwölf Orten von Lichteffekten flankiert wird. weiter

Kommentare sind geschlossen.