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Jan Vogler spielt Bachs Cellosuiten in der Elbphilharmonie

Bachgenuss in Reinform

Jan Vogler erklimmt den Mount Everest der Celloliteratur.

vonAndré Sperber,

Als „Quintessenz von Bachs Schaffen“ bezeichnete Cellisten-Legende Pablo Casals einst Bachs weltberühmte Cellosuiten. Bach selbst nannte er wiederum die „Quintessenz aller Musik“. Demzufolge sind die sechs Suiten die Quintessenz der Quintessenz – das ist wahrlich schwer zu toppen. Der musikalische Volksmund wiederum spricht gerne vom „Mount Everest der Celloliteratur“. Aufgrund ihrer besonderen Kombination aus kompositorisch perfektem Handwerk, wonnigem Wohlklang und höchster Virtuosität gelten sie häufig als Visitenkarte eines Cellisten. Im Konzertalltag eignen sich die einzelnen Suite-Sätze wegen der solistischen Besetzung als Zugabe nach einem großen Orchesterkonzert. Die Chance, alle sechs Suiten am Stück, quasi in einem intimen Bach-One-on-One zu erleben, bietet sich dagegen eher selten und ist etwas Besonderes. Erst recht, wenn jemand wie Jan Vogler am Instrument sitzt, dessen Bach-Interpretationen als legendär und preisgekrönt gelten. Im großen Saal der Elbphilharmonie lässt er die vier Saiten seines Stradivari-Cellos in einen tänzerisch-meditativen Dialog mit Johann Sebastian Bach treten.

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