Rezensionen
Aktuelle Neuerscheinungen aus Klassik und Oper – ausgewählt und bewertet von der concerti-Redaktion.
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Rezension Bertrand Chamayou & Leif Ove Andsnes – Schubert 4 Hands
Subtile Mehrdeutigkeiten
Fein abgestimmt bilden Bertrand Chamayou und Leif Ove Andsnes ein Duo, das die Tiefe von Schuberts Klaviermusik hörbar macht.
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Rezension Steffen Tast – Humperdinck: Das Mirakel
Gelungene Mischung
Steffen Tast gelingt zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin die erste Gesamtaufnahme von Humperdincks Musik zur Pantomime „Das Mirakel“.
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Rezension Markus L. Frank – Musik aus der Bauhausstadt Dessau
Musik aus Form und Gestalt
Die Anhaltische Philharmonie Dessau und ihr GMD Markus L. Frank würdigen Thomas Buchholz und Modest Mussorgski auf Augenhöhe.
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Rezension Liv Migdal – Beyond Horizons
Ohne Klischees
Schlank und differenziert zeigen Geigerin Liv Migdal und ihr Klavierpartner Mario Häring Ethel Smyths von Brahms geprägte Violinsonate.
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Rezension Anaëlle Tourret – Perspectives
Auf der Stuhlkante
Opulentes Spiel der Klangfarben: Anaëlle Tourrets Solo-Debüt „Perspectives“.
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Rezension Moritz Winkelmann – Beethoven & Lachenmann
Versiert
Neue Hörperspektiven: Pianist Moritz Winkelmann wählt mit Werken von Beethoven und Lachenmann einen originellen Programmpfad.
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Rezension Antoine Tamestit – Telemann: Violakonzerte
Mit Esprit
Bratscher Antoine Tamestit und die Akademie für Alte Musik Berlin unter Bernhard Forck beweisen die enorme Vielseitigkeit von Georg Philipp Telemann.
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Rezension Benedict Kloeckner – J. S. Bach: Cello-Suiten
Altes Testament im Hier und Jetzt
Benedict Kloeckner nutzte die Phasen des Lockdowns, um Bachs Cello-Suiten – gepaart mit zeitgenössischen Kompositionen – einzuspielen.
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Rezension Marc-André Hamelin – C. P. E. Bach: Klaviersonaten & Rondos
Beredte Lebendigkeit
Mit Ausgeglichenheit und glasklar perlendem Anschlag widmet sich Marc-André Hamelin den Klavierwerken von Carl Philipp Emanuel Bach.
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Rezension Les Ambassadeurs – Rameau: Achante et Céphise
Magisch
Mit Sabine Devieilhe und Cyrille Dubois in den Titelpartien gelingt Les Ambassadeurs unter Alexis Kossenko eine erstaunliche Wiederentdeckung von Rameaus „Achante et Céphise“.
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Rezension Teunis van der Zwart – Horn & Piano
Lyrisch und scharf
Im Fokus dieses Albums steht das „Cor basse“, also das tiefe Horn, dessen Klangreichtum von Teunis van der Zwart eindrucksvoll dokumentiert wird.
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Rezension Yannick Nézet-Séguin – Price: Sinfonien Nr. 1 & 3
Stilistisch breit gefächert
Gemeinsam mit dem Philadelphia Orchestra hat der kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin zwei Sinfonien der afroamerikanischen Komponistin Florence Price eingespielt.
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Rezension Edgar Moreau – Transmission
Aufrichtig
Mit einem Mix aus Subtilität und Farbreichtum widmen sich Cellist Edgar Moreau und das Luzerner Sinfonieorchester unter Michael Sanderling einem jüdisch inspirierten Programm.
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Rezension Elīna Garanča – Live from Salzburg
Kalkuliert
An der Seite von Christian Thielemann und den Wiener Philharmonikern glänzt Mezzosopranistin Elīna Garanča bei der Salzburger Live-Aufnahme der „Rückert-“ und „Wesendonck-Lieder“.
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Rezension Vanessa Benelli Mosell – Debussy: Préludes Band II
Gut ausbalanciert
Vanessa Benelli Mosell knüpft an ihr früheres Album an und legt erneut Zeugnis ihrer Kompetenz als Debussy-Interpretin ab.
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Rezension Mandelring Quartett – Debussy & Rivier
Freigeistige Quartette
Das Mandelring Quartett präsentiert das einzige Streichquartett von Claude Debussy sowie zwei Werke des hierzulande weitgehend unbekannten Jean Rivier.
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Rezension Olga Scheps – Family
Familienalbum
Das neue Album „Family“ der Pianistin Olga Scheps enthält ein bunt zusammengewürfeltes Potpourri, das von klassischen Gassenhauern bis zu diversen Melodien aus Familienfilmen reicht.
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Rezension Nadège Rochat – Dvořák: Cellokonzert
Prall und farbintensiv
Dvořák und mehr fürs 21. Jahrhundert: Cellistin Nadège Rochat gelingt mit Benjamin Levy und dem Royal Scottish National Orchestra ein großer Wurf.
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Rezension Elbtonal Percussion – Hamburg
Hamburger Mischung
Auch nach 25 Jahren hat dieses Ensemble noch viel Biss und geht in Zeiten der Pandemie neue Wege: Das aktuelle Album „Hamburg“ von Elbtonal Percussion.
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Rezension Saskia Giorgini – Liszt: Harmonies poétiques et religieuses
Feinfühlig
Mit ihrem ungewöhnlichen, aber überzeugenden Solo-Album rückt Pianistin Saskia Giorgini weniger den Virtuosen Liszt in den Fokus, sondern vielmehr dessen sanfte Stimme.
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Rezension Steven Isserlis – British Solo Cello Music
Kurzatmig knurren
Cellist Steven Isserlis versenkt sich tief in die Musik eines originell gewählten Programms und zeigt seine volle Identifikationslust.
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Rezension Parker Quartet – Kurtág & Dvořák
Unterschiedliche Stilistiken
Bei den Werken von Kurtág und Dvořák verschmilzt das Parker Quartet unter Verstärkung von Bratschistin Kim Kashkashian zu einer spieltechnischen und gedanklichen Einheit.
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Rezension Lawrence Foster – Puccini: Madama Butterfly
Fehlende Kontraste
Trotz einiger Vorzüge in Besetzung und Auslegung fehlt Lawrence Fosters Interpretation von „Madama Butterfly“ das sensible Gegenspiel von Anmut und Monumentalität, um mit der starken Tonträger-Konkurrenz mithalten zu können.
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Rezension Jonathan Nott – Debussy & Schönberg: Pelléas et Mélisande
Der doppelte Pelléas
Debussy und Schönberg haben sich beide mit dem Stoff von Pelléas und Mélisande auseinandergesetzt. Jonathan Nott stellt die Werke einander unmittelbar gegenüber.
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Interview Anne-Sophie Mutter„Musik muss uns aus der Komfortzone holen“
Stargeigerin Anne-Sophie Mutter feiert ihr 50. Bühnenjubiläum unter anderem mit Aufnahmen zeitgenössischer Werke.
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Audio der Woche
Atemberaubendes Feuerwerk
Mit funkelnder Virtuosität und unbändiger Ausdruckskraft widmet sich Simone Kermes einer echten Rarität: der Arie È follia d’un alma stolta aus dem Oratorium Giob von Carl Ditters von Dittersdorf. Ein atemberaubendes Feuerwerk klassischer Koloraturkunst – und die Wiederentdeckung eines nahezu vergessenen Meisterwerks. Ein Track aus dem neuen Album „La Luce“.



