#deinconcertiabend mit Antje Weithaas & Thomas Hoppe

Seelenvolle Meisterin

Antje Weithaas ist eine der besten Geigerinnen unserer Zeit – und besticht neben ihrem Können vor allem durch Zurückhaltung. Am 14.4. spielt sie live bei #deinconcertiabend

© Marco-Borggreve

Antje Weithaas

Antje Weithaas

Gerade sitzt sie in der Stadt fest, in der sie auch unterrichtet: Geigerin Antje Weithaas wurde von der Corona-Krise genauso überrascht wie der Rest Deutschlands. Dabei hätte doch eine Konzertreise sowie Beethoven auf dem Programm des vergangenen Osterwochenendes gestanden. Nun greift die Musikerin auf die modernen Mittel des Internets zurück, um die Außenwelt musikalisch zu erreichen, und spielt für ihre Fans bei #deinconcertiabend Sonaten von Schubert und Brahms.

„Die Geige kann aus der Seele sprechen“, sagte Antje Weithaas einmal in einem Interview mit dem Kulturradio des rbb. Fast klingt dieser Satz wie ein Lebensmotto, und für die Geigerin, die in Cottbus aufwuchs und noch zu DDR-Zeiten in Dresden studierte, scheint dies nicht weit hergeholt: Weithaas eilt der Ruf voraus, Werken wie kaum ein anderer auf den Grund zu gehen und deren Quintessenz herauszukitzeln. Wenn sie nicht gerade ihr Lieblingsstück spielt, Tschaikowskys Violinkonzert, sind es Beethoven, Messiaen, Mendelssohn, aber auch moderne Komponisten, denen sie ihre Zeit widmet.

Kammermusik auf höchstem Niveau

Daneben ist Antje Weithaas eine gefragte Professorin, die an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin unterrichtet. Ihren Studenten versucht sie dabei stets auf Augenhöhe zu begegnen – künstliche Hierarchien sind ihre Sache nicht. „Ich kann alle Stücke spielen, aber ich zähle mich nicht zu den Menschen, die ihr Instrument zu 120 Prozent beherrschen. Auch ich lerne im Unterricht“, sagt die Geigerin im concerti-Porträt.

Doch nicht nur das: Insbesondere auch der Austausch mit Kollegen ist für Antje Weithaas ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit – sei es als Solistin mit Orchester, als Teil einer Kammermusikformation oder in der engen Zusammenarbeit mit Pianist und Freund Thomas Hoppe. Dieser ist nicht nur bekannt als Mitglied des ATOS Trios, sondern auch als einfühlsamer Klavierpartner, der neben Antje Weithaas auch Itzhak Perlman, Alban Gerhardt und Tabea Zimmermann regelmäßig begleitet.

#deinconcertiabend

Di. 14.4., 19:30 Uhr
Antje Weithaas (Violine)
Thomas Hoppe (Klavier)

Hier geht’s zum Livestream

Programm:

Schubert: Sonate für Violine und Klavier A-Dur D 574
Brahms: Sonate für Klavier und Violine d-Moll op. 108

Termine

Samstag, 15.01.2022 20:00 Uhr Parktheater Bensheim

Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen

Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 op. 8, Mozart: Klaviertrio E-Dur KV 542, Schumann: Fantasiestücke, Dvořák: Klaviertrio F-Moll op. 65

Montag, 17.01.2022 20:00 Uhr Schlosstheater Celle

Antje Weithaas, Marie-Elisabeth Hecker, Martin Helmchen

Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 c-Moll op. 8, Mozart: Klaviertrio E-Dur KV 542, Schumann: Fantasiestücke op. 88, Dvořák: Klaviertrio Nr. 3 f-Moll op. 65

Donnerstag, 03.03.2022 20:00 Uhr Volkshaus Jena

Antje Weithaas, Jenaer Philharmonie

Strawinsky: Suite aus „Pulcinella“, Mozart: Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219, Schubert: Sinfonie Nr. 2 B-Dur D 125

Dienstag, 15.03.2022 20:00 Uhr Kammermusiksaal Berlin

Antje Weithaas, Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Werke von Klein, Tschaikowsky, Mendelssohn & Bartók

Donnerstag, 17.03.2022 20:00 Uhr Reitstadel Neumarkt

Andrea Lieberknecht, Sabine Meyer & Reiner Wehle, Dag Jensen, Bruno Schneider, …

Beethoven: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11, Beethoven: Septett Es-Dur op. 20

Mittwoch, 23.03.2022 20:00 Uhr Residenz München

Andrea Lieberknecht, Sabine Meyer & Reiner Wehle, Dag Jensen, Bruno Schneider, …

Beethoven: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11, Beethoven: Septett Es-Dur op. 20

Freitag, 25.03.2022 20:00 Uhr Meistersingerhalle Nürnberg

Antje Weithaas, Staatsphilharmonie Nürnberg, Steven Sloane

Dvořák: Violinkonzert, Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5

Samstag, 02.04.2022 18:00 Uhr Nikolaisaal Potsdam

Emmanuel Pahud, Ramón Ortega Quero, Antje Weithaas, Maximilian Hornung, Simone …

Busoni: Divertimento für Flöte und Orchester B-Dur op. 52, Schumann: Phantasie für Violine und Orchester C-Dur op. 131, Honegger: Cellokonzert C-Dur, Bellini: Oboenkonzert Es-Dur, Curtoni: Il Ritmo della Terra (Auszüge), Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92, Uraufführungen von Näther, Nowitz & Freidel

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