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Internationales Musikfest Hamburg 2022

Wo Stürme tosen und Donner kracht

Das Internationale Musikfest Hamburg entfesselt unter dem Motto „Natur“ deren universalen Kräfte.

vonJan-Hendrik Maier,

Ob liebliches Vogelgezwitscher, krachende Gewitter oder tosende Ströme – seit jeher beschäftigen sich Komponisten mit ihrer natürlichen Umwelt. Ihre Ergebnisse sind vom 28. April bis zum 1. Juni in etwa sechzig Konzerten in der Elbphilharmonie zu hören. Joseph Haydn nahm sich des Topos in gleich zwei Oratorien an: Zur Eröffnung spielt das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert „Die Schöpfung“. Im Mai folgen Nicolas Altstaedt und das Orchester des 18. Jahrhunderts mit dem Spätwerk „Die Jahreszeiten“.

Wie unterschiedlich ein Reisebericht aus den Bergen klingen kann, zeigen die für großes Orchester gesetzte „Alpensinfonie“ von Richard Strauss und der Liederzyklus „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“ von Ernst Krenek. Ian Bostridge und Antonio Pappano gestalten einen weiteren Liederabend mit Schuberts „Winterreise“.

Zeitlebens übersetzte Olivier Messiaen die Melodien von Vögeln in Noten. Pierre-Laurent Aimard wird sein darauf basierendes Klavierkonzert interpretieren. Im Kontrast dazu stehen Klanggemälde über das Meer von Augusta Read Thomas und Benjamin Britten. Mit den Bedeutungen von Wind, Atem und Geist setzt sich der Komponist Marc Andre in seinem Zyklus „rwh 1–4“ auseinander, dessen Titel sich auf das hebräische Wort für „bewegte Luft“ bezieht. Musikalische Landschaften kreierte der Finne Jean Sibelius in seinen sieben Sinfonien. Sein Landsmann Klaus Mäkelä und das Oslo Philharmonic werden den gesamten Zyklus spielen.

Um Wind und Wellen geht es auch außerhalb des Konzertsaals

Weitere Programmpunkte sind die konzertanten Aufführungen von Carl Maria von Webers „Freischütz“ mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von René Jacobs und von Antonín Dvořák „Rusalka“ mit der Sopranistin Rachel Willis-Sørensen in der Titelpartie. Renaud Capuçon wird Max Bruchs Violinkonzert interpretieren, zudem wird Marc Neikrugs vierte Sinfonie erstmalig gespielt.

Um Wind und Wellen geht es an den Abenden des Eröffnungswochenendes auch außerhalb des Konzertsaals. In der Lichtskulptur „Breaking Waves“ des Duos Drift bewegen sich hunderte beleuchtete Drohnen an der Fassade der Elbphilharmonie in einer Choreografie zu Musik von Thomas Adès.

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