TV-Tipp 12.4.: 3sat Mahlers Auferstehungssinfonie

Monumental

Daniel Harding und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks präsentieren Mahlers „Auferstehungssinfonie“ als überwältigendes Klangerlebnis.

© Julian Hargreaves

Daniel Harding

Daniel Harding

Er ist gerade einmal 15 Jahre alt, als er mit Freunden am Internat ein Orchester gründet und dessen Leitung übernimmt. Als wäre dies nicht genug, setzen sie Arnold Schönbergs heikles Werk „Pierrot Lunaire“ auf das Programm und laden keinen Geringeren als Sir Simon Rattle zu ihrer Aufführung ein. Der Maestro kommt und ist besonders von dem Initiator des Projekts angetan: Daniel Harding.

Der Sohn eines Universitätsdozenten in Manchester findet sich zwei Jahre später als Assistent an der Seite von Rattle wieder. Er begegnet Hans Werner Henze auf der Münchener Biennale, lernt bei Pierre Boulez und wagt sich nach Berlin zu Claudio Abbado. Dieser wird ihn nicht nur als „mein kleines Genie“ bezeichnen, sondern ihm 2003 auch die Leitung seines Mahler Chamber Orchestra anvertrauen. Zuvor wird er noch Chef des Trondheim Sinfonieorchesters sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Gemeinsam mit dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie den Solistinnen Katharina Konradi und Okka von der Damerau eröffnete Harding die Saison 2019/2020 mit Mahlers monumentaler zweiter Sinfonie.

Daniel Harding dirigiert Mahlers großbesetztes musikalisches Mysterienspiel

Die „Auferstehungssinfonie“, wie sie später benannt wurde, wird heute in einem Atemzug mit Beethovens Neunter genannt. Nachdem Mahler 1888 bereits mit ersten Skizzen zur Sinfonie begonnen hatte, kam ihm die Idee zur Vollendung erst 1894 in Hamburg während der Begräbnisfeier für Hans von Bülow. Der einflussreiche Musiker und Dirigent bewunderte Mahler und bestimmte ihn sogar zu seinem Nachfolger als Direktor der Hamburger Philharmonie.

Zur selben Zeit arbeitete Mahler auch an den Liedern aus „Des Knaben Wunderhorn“, von denen er das Lied „Des Antonius von Padua Fischpredigt“ instrumental und das Lied „Urlicht“ vokal in der Sinfonie wiederverwendete. Das Werk folgt, wie die meisten Sinfonien Mahlers, dem Motto „Per aspera ad astra“ (Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen). Er nahm sich für die Sinfonie nichts weniger vor als die Schaffung eines großbesetzten musikalischen Mysterienspiels zwischen Tod und Auferstehung.

concerti-Tipp:

So. 12.4., 9:05 Uhr
3sat
Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“
Jetzt schon verfügbar in der BR-Klassik-Mediathek.

Termine

Samstag, 23.01.2021 15:00 Uhr Mozart-Wohnhaus Salzburg
Donnerstag, 25.02.2021 20:00 Uhr Residenz München

Håkan Hardenberger, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Daniel Harding

Webern: Sechs Stücke op. 6, Gruber: Trompetenkonzert „Aerial“, Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Freitag, 26.02.2021 20:00 Uhr Residenz München

Håkan Hardenberger, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Daniel Harding

Webern: Sechs Stücke op. 6, Gruber: Trompetenkonzert „Aerial“, Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Sonntag, 18.04.2021 11:00 Uhr Semperoper Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniel Harding

Sinopoli: Tombeau d’Armor II, Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Montag, 19.04.2021 20:00 Uhr Semperoper Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniel Harding

Sinopoli: Tombeau d’Armor II, Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Dienstag, 20.04.2021 20:00 Uhr Semperoper Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniel Harding

Sinopoli: Tombeau d’Armor II, Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Donnerstag, 20.05.2021 20:00 Uhr Gewandhaus Leipzig
Donnerstag, 27.05.2021 20:00 Uhr Konzerthaus Dortmund

Wiener Philharmoniker, Daniel Harding

Mahler: Adagio aus der Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur & Sinfonie Nr. 1 D-Dur

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