Termintipp

Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus, Antje Weithaas

© Marco Borggreve

Übernimmt als Solistin auch die Leitung: Antje Weithaas

Ein Ventil für die Trauer

Cottbus Karl Amadeus Hartmanns Concerto funebre ist ein klingendes Mahnmal gegen Krieg

Dass politische Situationen und Musik manchmal gar nicht weit auseinanderliegen, die Musik von kriegerischen Auseinandersetzungen beeinflusst oder als kritische Betrachtung derselben gedacht ist, stellt in der Geschichte keine Seltenheit dar. Eines dieser Werke ist Karl Amadeus Hartmanns Concerto funebrefür Violine und Orchester, das der Komponist unter dem Eindruck der ersten Monate des Zweiten Weltkriegs schrieb und mit „Musik der Trauer“ untertitelte. In seiner Über­arbeitung aus dem Jahr 1959 fügte er, wie er selber sagte, als bewussten Kontrast zur Hoffnungslosigkeit des Krieges den auf einem russischen Lied ­basierenden Schlusschoral Unsterbliche Opfer ein und schuf damit ein klingendes Mahnmal gegen kriegerisches Elend. Umrahmt von Ludwig van Beethovens Coriolan-Ouvertüre und seiner vierten Sinfonie ist jenes Werk im März am Staatstheater Cottbus zu erleben. Den Solopart und die Leitung übernimmt Violinistin Antje Weithaas als Artist in Residence des Philharmonischen Orchesters. (Johann Buddecke)

Interpreten

Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus
Antje Weithaas (Violine & Leitung)

Programm

Beethoven: Ouvertüre zu „Coriolan“
Hartmann: Concerto funebre
Beethoven: Sinfonie Nr. 4

Vergangene Termine

Freitag, 13.03.2020
20:00 Uhr abgesagt

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